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Der Erdengarten

Noch am Feuer sitzend hatte ich ein weiteres Tor entdeckt, ein einfaches Holztor, braunrot gestrichen; es steht offen. Ich gehe hindurch und befinde mich in einem formal angelegten, quadratischen Garten, der genau wie der erste ganz von einer hohen Eibenhecke umgeben ist.

Gleich hier am Eingang stehen rechts und links vom Weg zwei grosse, blühende Apfelbäume. In ihren Kronen summen unzählige Bienen und Hummeln, die den Nektar der Blüten sammeln. Die Erde dampft noch von dem eben niedergegangenen Regen und verströmt ihren typischen Duft. Sonst merkt man nichts mehr von dem Gewitter. Die Sonne ist mittlerweile etwas höher gestiegen, die Luft ist warm und die unter den Obstbäumen blühenden Maiglöckchen duften betörend.

Ich sehe mich um und entdecke, dass ein Weg innen an der Hecke entlangläuft, einmal um den ganzen Garten herum. Vier Stichwege verbinden diesen mit einem Weg in der Mitte, der um ein kreisrundes Beet herumführt. Ich gehe auf dem einen der Stichwege zwischen den Apfelbäumen hindurch, in die Mitte zu dem runden Beet. 

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Dieses und auch die Beete rechts und links von dem Weg sind mit kleinen, geschnittenen Buchsbaumhecken eingefasst. Der Weg ist aus Rindenmulch und Holzschnitzeln gebaut und federt bei jedem Schritt. Das runde Mittelbeet ist durch zwei sich kreuzende Buchsbaumhecken in vier Viertel unterteilt, in denen Duftstauden wachsen, die die ganze Luft mit ihren Wohlgerüchen schwängern. 

Ich sehe und rieche Narzissen und Duftveilchen und ich nehme die verschiedenen Aromen mit tiefen Atemzügen in mich auf, bis ich mich ganz erfüllt davon fühle. Einmal um das Mittelbeet herum schlendernd erkenne ich in den angrenzenden Beeten viele verschiedene Gewürzkräuter: es gibt Salbei und Petersilie, Thymian und Bohnenkraut, Schnittlauch, Dill und Rosmarin. 

In einem anderen Beet wachsen unterschiedliche Heilkräuter wie Pfefferminze und Baldrian, Johanniskraut und Beinwell, Fingerhut, Frauenmantel und Schafgarbe. Als ich mich einmal bücke, um an einer der niedrigen Pflanzen zu riechen, sehe ich dicht vor mir eine dicke Erdkröte in ihrem Erdloch sitzen. Ich verharre ganz still, um sie zu beobachten. Sie schaut mich aus ihren gelbbraunen Augen an, als wolle sie mir etwas sagen.

Schliesslich schlage ich nun einen anderen der Stichwege ein. An seinem Ende vor der Hecke biege ich auf den äusseren Weg ab. Während ich so langsam den Garten erkunde, wird mir bewusst, wie symmetrisch und rechtwinkelig er angelegt ist.

Ich gelange in eine der Ecken. Sie ist mit einer Pergola aus laubgrün gestrichenem Holz vom übrigen Garten abgetrennt, und diese ist berankt mit Hopfen und Echtem Wein. Im Sommer wird es ein Genuss sein, von den süssen Trauben zu naschen! Der kleine Platz hinter der Pergola liegt etwas tiefer als der übrige Garten. Eine Rasenbank lädt zum Verweilen ein und ich lasse mich auf ihr nieder. Sie ist sehr bequem und von der Sonne gewärmt. 

Von meinem Sitzplatz aus kann ich nun hinter der Pergola verschiedene Beerensträucher ausmachen: Es gibt Johannisbeeren und Stachelbeeren, Heidelbeeren und Himbeeren und auf dem Boden darunter wachsen Erdbeeren.

Da sehe ich mit einem Mal eine Person unter der Pergola: Es ist Rhea, die Erdgöttin, eine etwas kräftige Frau mit runden Formen und langen, dichten, dunkelbraunen Haaren. Sie wirkt sehr geerdet, heiter und in sich selbst ruhend. Freundlich lächelt sie mir zu, übergibt mir einen Schlüssel und zeigt in die Richtung, die ich einschlagen soll.

Weiterschlendernd gelange ich zu einem Beet, in dem noch nichts angepflanzt ist. Es liegt neben einem Schuppen, dessen Tür ich mit dem Schlüssel von Rhea öffnen kann. Auf einem kleinen Tischchen liegen hier ordentlich aufgereiht verschiedene Gärtnerutensilien. Eine Harke, ein Pflanzstock, eine Giesskanne und mehrere kleine Tüten, die Sämereien enthalten. Neben dem Schuppen steht eine Tonne mit Regenwasser. Ich nehme die Harke und glätte damit die Erde in dem Beet. Mehrfach gehe ich mit der Harke über den Boden, bis er feinkrümelig und ganz eben ist. Mit dem Pflanzstock ziehe ich dann eine gerade, ca. 1 cm tiefe Rille in den Boden. Aus den Samentüten nehme ich die mit der Petersilie und streue vorsichtig die Samen in die Rille, so dass sie möglichst gleichmässig verteilt sind. Dann schiebe ich mit der Hand etwas Erde darüber und drücke sie vorsichtig fest. Genauso verfahre ich mit noch weiteren Kräuter- und Gemüsesamen. Als ich mit all dem fertig bin, schöpfe ich mit der Giesskanne Wasser aus der Regentonne und begiesse meine Pflanzarbeit. Und dann suche ich mir noch kleine Zweige, den ich zum Markieren an den Anfang der Pflanzrillen stecke.

Nach einer kleinen Verschnaufpause auf der dunkelgrünen Bank an der Schuppenwand, während der ich zufrieden mit meiner Arbeit auf das Saatbeet schaue, gehe ich auf dem Weg entlang der Hecke weiter, bis in die nächste Ecke des Gartens. Sie ist wie die vorherige gestaltet: Eine Pergola, bewachsen mit Hopfen und Wein, bietet Schutz und eine bequeme Rasenbank lädt zum Sitzen ein. 

Ich ruhe auch hier ein Weilchen. Genau vor mir auf dem Boden gibt es eine Ameisenstrasse, und ich beobachte die vielen emsigen Ameisen, die Dinge hin- und hertransportieren oder ohne etwas eilig daherlaufen.

(aus: "Der astrologische Garten" von Annette Fechner, Chiron Verlag Tübingen 2004)

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mondgartenNeptungarten Entwurf Neptungarten, der als ein Wassergarten mit fließenden Übergängen gestaltet ist, durch den ein Sandweg führt. Die Wege im Uranosgarten verlaufen im Zick-Zack, geben plötzliche Richtungsänderungen vor. Sie sind aus hellgrauem Splitt gebaut, die Einfassungen bestehen aus blaugrauem Betonstein.Saturngarten: Durch schwer zu öffnende Eisentore gelangt man in einen formalen Garten, in dessen Mitte vier Buchen einen schattigen Raum bilden.Bestandteil des Jupitergartens ist ein zentraler, runder, durch Bäume gesäumter Platz, in dessen Mitte eine Feuersäule brennt.Gartenentwurf Plutogarten: ein von Efeu und Pfeifenwinde überwucherter, mit schmiedeeisernem Tor ausgestatteter  Garten.Entwurf CHIRONGARTEN : Durch einen Wüsten- und Felsengarten schlängelt sich ein schmaler, unbefestigter Pfad.Entwurf des Erdengarten:ein formaler Garten mit von Buchsbaum gesäumten Wegen.Der Sonnengarten hat breite wassergebundene Wege mit Einfassungen aus gelbem Granit- Kleinpflaster.Entwurf des Mondgarten: Ein Spiralweg, ein schmaler Rasenpfad, führt durch diesen Garten. Im Merkurgarten wachsen viele reichblühende, oft graulaubige Sträucher und Stauden, die Schmetterlinge, Bienen und Hummeln anziehen.Venusgarten - ein romantischer Garten in der Parkanlage PlanetenparkDer Marsgarten wird beherrscht von mächtigen Eichen.