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Der Merkurgarten

Ich verlasse den zweiten Gartenteil durch einen Durchgang in der Eibenhecke. Langsam wird mir klar, dass der gesamte Park, den ich von außen gesehen habe, mitttels der Eibenhecke in viele kleine Gartenabschnitte unterteilt ist. Der Durchgang, der mich in den nächsten dieser Abschnitte führt, ist ein originelles Tor aus verzinkten Metallbögen, die mit ihrer Form und den innen liegenden Drahtverspannungen an eine Harfe erinnern. Blauregen rankt an ihnen empor, seine Blütentrauben hängen herab und sind umschwärmt von unzähligen Bienen und Hummeln.

Von diesem Eingang aus in den Garten hinein führt ein breiter Weg aus hellgrauem Betonpflaster. Auf ihm wandere ich den Garten, wo mir als erstes eine große Ulme auffällt, deren Blätter sich leise im Wind bewegen. In ihren unteren Zweigen hängen mehrere Windklangspiele, die zusammen eine fröhliche Musik ertönen lassen. Unter dem Baum ist der Boden bedeckt mit hellblau- und gelb blühenden Stauden und Zwiebelpflanzen.

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Ein gelber Sandweg führt im Bogen durch ein angrenzendes Beet. Es wachsen hier Stauden mit graufilzigem Laub und hellgelben oder hellblauen Blüten. Um die Blumen herum flattern unzählige Falter und Schmetterlinge. Aus den Staudenflächen wachsen einige Sommerfliedersträucher heraus, die überreich mit weißen, hell- und dunkelblauen Blütenkerzen besetzt sind; auch auf ihnen sitzen die unterschiedlichsten Falter, Schmetterlinge und Hummeln.

Mein Weg führt mich zu einer kleinen, aus Holzdielen gebauten Bühne, vor der es einige Reihen Bänke für ein Publikum gibt. Ich stelle mir vor, dass Musiker auf dieser Bühne sitzen und an einem lauen Juniabend Musik machen. In ihren Pausen trägt jemand Gedichte oder Erzählungen vor. Es ist sehr anregend und die Zuschauenden lachen und reden miteinander.

Weiter dem gelbem Sandweg folgend, komme ich auf einen fünfeckigen Platz. Spielgeräte stehen hier, eine Schaukel, eine Rutsche und eine Wippe. Ich setze mich auf die Schaukel und stoße mich mit den Füßen ab. Mit dem ganzen Körper hole ich dann Schwung, bis ich immer höher und höher durch die Luft fliege. Ich schaue in den hellblauen Himmel, über den weiße Wölkchen segeln, spüre den Wind auf meinem Gesicht und in meinen Haaren, und freue mich über die Bewegung.

Während ich später auf einem anderen Weg weiter durch den Garten laufe, fällt mir auf, wie vielgestaltig er angelegt ist. Die Wege sind aus verschiedenen Materialien und haben unterschiedliche Breiten und Verläufe. Es gibt keine Symmetrie, auch bei den Pflanzbeeten wiederholt sich nichts. Es kommen immer andere Pflanzen und Pflanzenkombinationen vor, und es gibt die unterschiedlichsten Bänke in verschiedenen Farben. Auch die Topographie verändert sich: Die Pflanzflächen, durch die mich mein Weg bisher geführt hat, sind eben, am Ende aber erreiche ich einen bepflanzten Hügel. Ich laufe um ihn herum und komme so zu einem kleinen runden Platz. Bänke stehen hier im Halbrund. Im Gebüsch dahinter singen mehrere Amseln und andere Singvögel. Ich setze mich auf eine der Bänke und lausche ihrem Gesang, während mir die Sonne angenehm warm ins Gesicht scheint.

Bald aber treibt die Neugierde mich weiter und einer der Wege mit vielen Abzweigungen und Biegungen bringen mich schließlich zu einem Holzhaus mit einer vorgebauten Veranda. Die Fensterrahmen sind taubenblau gestrichen, und ein Schaukelstuhl ist in der gleichen Farbe angemalt.

Die Tür steht offen. Ich gehe ein paar Holzstufen hinauf und trete ein. Der einzige Raum im Inneren ist sehr geräumig und durch die vielen Fenster sehr hell. Es gibt Holzregale voll mit Büchern, und Bilder und Photos hängen an den Wänden. Ein runder Tisch steht in der Mitte des Raumes. Jemand sitzt dort und als ich näher herantrete, schaut er auf und sieht mich an: Es ist Merkur. Er hat ein schmales Gesicht, das von hellblonden Locken eingerahmt ist. Seine hellen Augen schauen neugierig und sein Blick wandert etwas unstet schnell hin und her. Auch der schlaksige Körper kann offensichtlich nur schwer stillhalten, er zappelt auf seinem Stuhl herum, springt auf, um sich gleich darauf wieder hinzusetzen. Sofort verwickelt er mich in ein Gespräch, während dessen er mir alle seine Lieblingsbücher vorstellt, diverse Musik vorspielt und aus Bildbänden Gemälde heraussucht, die ich ''unbedingt sehen muss''. Wir reden und reden und reden... . Bald schwirrt mir ein wenig der Kopf von all diesen neuen Informationen und ich verabschiede mich von Merkur. Noch während ich mich zur Tür bewege, ist er bereits mit etwas anderem beschäftigt.

 

(aus: "Der astrologische Garten" von Annette Fechner, Chiron Verlag Tübingen 2004)

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mondgartenNeptungarten Entwurf Neptungarten, der als ein Wassergarten mit fließenden Übergängen gestaltet ist, durch den ein Sandweg führt. Die Wege im Uranosgarten verlaufen im Zick-Zack, geben plötzliche Richtungsänderungen vor. Sie sind aus hellgrauem Splitt gebaut, die Einfassungen bestehen aus blaugrauem Betonstein.Saturngarten: Durch schwer zu öffnende Eisentore gelangt man in einen formalen Garten, in dessen Mitte vier Buchen einen schattigen Raum bilden.Bestandteil des Jupitergartens ist ein zentraler, runder, durch Bäume gesäumter Platz, in dessen Mitte eine Feuersäule brennt.Gartenentwurf Plutogarten: ein von Efeu und Pfeifenwinde überwucherter, mit schmiedeeisernem Tor ausgestatteter  Garten.Entwurf CHIRONGARTEN : Durch einen Wüsten- und Felsengarten schlängelt sich ein schmaler, unbefestigter Pfad.Entwurf des Erdengarten:ein formaler Garten mit von Buchsbaum gesäumten Wegen.Der Sonnengarten hat breite wassergebundene Wege mit Einfassungen aus gelbem Granit- Kleinpflaster.Entwurf des Mondgarten: Ein Spiralweg, ein schmaler Rasenpfad, führt durch diesen Garten. Im Merkurgarten wachsen viele reichblühende, oft graulaubige Sträucher und Stauden, die Schmetterlinge, Bienen und Hummeln anziehen.Venusgarten - ein romantischer Garten in der Parkanlage PlanetenparkDer Marsgarten wird beherrscht von mächtigen Eichen.