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eine reise | teil vier

Der Mondgarten

Nach der Begegnung mit Merkur wandere ich in den nächsten Gartenabschnitt. Das Tor zu diesem Teil ist kein gewöhnliches Gartentor, es scheint zu glänzen und zu schillern. Die runden Pfeiler sind mit kleinen, perlmutt schimmernden Kacheln verkleidet. Sie sind zum Teil überwachsen mit Kletter-Hortensien, und weiß- und blau blühende Clematis umschlingen sie mit ihren zarten Ranken. In den Torflügeln sind viele kleine, runde Spiegel eingelassen, die die Farben und das Licht der Umgebung reflektieren.

Ich öffne eine Seite des Tores und trete hindurch. Staunend halte ich inne und sehe mich um. Ich befinde mich in einem verwunschen anmutenden Garten mit verschlungenen, eingewachsenen Pfaden. Nahe am Eingang stehen neun Kirschbäume. An einem der unteren Zweige hängt ein kleines, silberfarbenes Klangspiel, das leicht im Wind hin- und her schwingt, und eine bezaubernde Melodie ertönen lässt. Unter den Kirschbäumen wachsen weiß- und blau blühende Schattengewächse und in den Beeten, zwischen den Pflanzen und von ihnen teilweise verdeckt, steht eine Skulptur aus weißem, wächsern wirkendem Marmor. Sie hat runde und fließende Formen.

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Nach einer Weile des Schauen und Bewundern beschließe ich weiterzugehen. Der Weg, der in den Garten hineinführt, ist ein schmaler Rasenpfad. Weich und einladend spüre ich das Gras unter meinen Füssen und Erinnerungen an längs vergangene Kinderspaziergänge tauchen in meinen Gedanken auf. Der Pfad führt zwischen hohen Büschen und Sträuchern hindurch. Er ist in seiner ganzen Länge gebogen, so daß ich immer nur ein kleines Stück des Weges überblicken kann.

Ich laufe eine ganze Weile auf diesem Rasenpfad. Die Biegungen werden immer enger und enger und bald wird deutlich, dass der Weg eine Spirale bildet. Immer weiter dreht sich der Weg, immer gegen den Uhrzeigersinn, und ihm folgend, nähere ich mich dem Mittelpunkt der Spirale. Dieses linksherum laufen lässt mich ruhiger werden, es ist wie eine Reise nach innen, wie eine Meditation oder ein Gebet. Nach einer letzten Biegung stehe ich im Zentrum der Spirale.

In der Mitte gibt es einen kleinen, kreisrunden Teich. Das Wasser steht ganz still und der mittlerweile etwas verhangene Himmel spiegelt sich in ihm. An seinen Ufern steht hohes Chinaschilf. Die langen Halme bewegen sich leicht in dem kaum spürbaren Wind. Es gibt einen großen, weißen, flachen Stein dicht am Ufer, auf dem ich mich niederlasse. An dieser Stelle bildet das Schilf eine kleine Nische, so dass man ungestört und unbeobachtet sitzen kann, um ein bischen zu verweilen und um auf die glatte Wasseroberfläche zu schauen. Das Wasser ist wie ein Spiegel. Die Luft ist ein wenig diesig, ein ganz feiner Nebel legt sich auf meine Wangen. Er vermischt sich mit den salzigen Tränen, die mir ohne Vorankündigung mit einem Mal über das Gesicht laufen; etwas in diesem Garten hat mich sehr angerührt. Ich lasse meine Gedanken schweifen, während ich auf das Wasser blicke. Es ist ganz still hier.

Auf einmal nehme ich eine Bewegung auf der anderen Seite des Teiches wahr. Eine Frau ist dort am Ufer. Es ist Selene, die Mondgöttin. Ihre zierliche Gestalt ist mit einem silberweißen mit dunkelblauen Stickereien verzierten Schleier verhüllt. Mit dunklen, sehr großen Augen blickt sie ein wenig verhangen darunter hervor. Sie kommt langsam um den Teich herum zu mir, fast kommt es mir vor, als schwebe sie. In ihrer linken Hand hält sie ein wunderschön gebogenes Horn einer Kuh, welches im dämmrigen Licht silbern schimmert. Sie überreicht es mir als Geschenk. Dann wischt sie mir mit einem weichen Tuch die Tränen vom Gesicht und mit einem melancholischen Lächeln auf den Lippen entschwindet sie in den Nebeln über dem Teich. Geborgen wie in einem Nest versinke ich in Tagträume, aus denen ich etwas später erfrischt und gestärkt ''erwache''.

(aus: "Der astrologische Garten" von Annette Fechner, Chiron Verlag Tübingen 2004)

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mondgartenNeptungarten Entwurf Neptungarten, der als ein Wassergarten mit fließenden Übergängen gestaltet ist, durch den ein Sandweg führt. Die Wege im Uranosgarten verlaufen im Zick-Zack, geben plötzliche Richtungsänderungen vor. Sie sind aus hellgrauem Splitt gebaut, die Einfassungen bestehen aus blaugrauem Betonstein.Saturngarten: Durch schwer zu öffnende Eisentore gelangt man in einen formalen Garten, in dessen Mitte vier Buchen einen schattigen Raum bilden.Bestandteil des Jupitergartens ist ein zentraler, runder, durch Bäume gesäumter Platz, in dessen Mitte eine Feuersäule brennt.Gartenentwurf Plutogarten: ein von Efeu und Pfeifenwinde überwucherter, mit schmiedeeisernem Tor ausgestatteter  Garten.Entwurf CHIRONGARTEN : Durch einen Wüsten- und Felsengarten schlängelt sich ein schmaler, unbefestigter Pfad.Entwurf des Erdengarten:ein formaler Garten mit von Buchsbaum gesäumten Wegen.Der Sonnengarten hat breite wassergebundene Wege mit Einfassungen aus gelbem Granit- Kleinpflaster.Entwurf des Mondgarten: Ein Spiralweg, ein schmaler Rasenpfad, führt durch diesen Garten. Im Merkurgarten wachsen viele reichblühende, oft graulaubige Sträucher und Stauden, die Schmetterlinge, Bienen und Hummeln anziehen.Venusgarten - ein romantischer Garten in der Parkanlage PlanetenparkDer Marsgarten wird beherrscht von mächtigen Eichen.