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eine reise | teil fünf

Der Sonnengarten

Aus dem dämmrigen Garten der Mondgöttin gelange ich durch ein Tor aus üppig gelb leuchtenden Kletterrosen in den nächsten Parkabschnitt. Es ist wunderschön hier drinnen, licht und hell. Alles ist von einer goldenen Aura umgeben und ich blicke mich beeindruckt um. Mittlerweile hat die Sonne ihren höchsten Stand erreicht und Vögel zwitschern vereinzelt in der Mittagshitze in der großen Esche, die in der Mitte des Gartens steht und ihr hellgrünes Laub weit über den Garten ausstreckt.

Ein breiter Weg aus ockergelbem Stein führt von dem Eingang zur Mitte des Gartens zu einem großen, runden Platz. Der Belag des Platzes ist ein gelber Granit, und wie eine Intarsienarbeit eingelassen ist ein großer, achtspitziger Stern. In jeder Sternspitze ist mit Mosaiksteinchen ein Symbol verlegt, jedes Zeichen steht für eines der acht Sonnenfeste im Jahr.

Das Lamm auf der ersten Spitze symbolisiert die Frühlings- Tag- und- Nachtgleiche am 21. März; zu diesem Zeitpunkt im Jahr sind der Tag und die Nacht gleich lang.

Der Maibaum auf der zweiten Spitze steht für Walpurgis, die Nacht zum 1.Mai, das Frühlingsfest, an dem die Felder gesegnet werden.

Die dritte Spitze symbolisiert die Sommersonnenwende. Die Sonne hat am 21. Juni ihren höchsten Stand erreicht und ab nun werden die Tage wieder kürzer. Das Symbol hierfür ist die Sonne selbst.

Auf der nächsten Spitze entdecke ich eine Sichel. Sie versinnbildlicht das Erntedankfest. Am ersten Tag des Augustes bringt man Opfer dar für eine hoffentlich reich ausfallende Ernte.

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Es folgt die Herbst -Tag- und- Nachtgleiche am 23. September. Der Abstieg der Sonne ist zur Hälfte vollbracht. Eine Garbe ist das entsprechende Symbol, denn es ist die Zeit der Ernte. Die sechste Spitze ist mit der Abbildung einer Maske verziert. Es ist Allerseelen, die Nacht zum 1.November, in der die toten Ahnen und Ahninnen geehrt werden.
Zur Wintersonnenwende gehört die Mistel. Um Weihnachten herum, am 21. Dezember, hat die Sonne ihren tiefsten Stand erreicht, und ab jetzt werden die Tage wieder länger. Auf der im Kreis letzten Spitze sehe ich eine Flamme. Sie steht für Lichtmess, die Nacht zum 1. Februar. Hier wird das wiederkehrende Licht gefeiert, denn die Tage sind schon spürbar länger geworden.

Um den Eschenstamm herum gibt es eine vergoldete Bank, verschnörkelt und verspielt gearbeitet. Ich setze mich auf sie und blicke in das mächtige Kronendach der Esche hinauf. Die Sonne funkelt durch die Blätter und es ist so licht und hell dort oben, dass ich am liebsten hinaufsteigen möchte.

Da entdecke ich plötzlich eine sonnengelbe Leiter, die an den Stamm des Baumes gelehnt ist. Sie reicht bis in die Krone hinein. Ich steige auf ihr hinauf, immer höher und höher klettere ich, bis ich ganz oben in dem licht durchfluteten Kronendach angekommen bin. Es gibt hier einen kleinen Hochsitz, auf dem ich mich niederlasse, und von dort hinunter auf den Platz schaue, auf dem ich eben noch gesessen habe. Und ich sehe, wie das Laub der Esche und die Sonne kleine Lichtflecken auf dem Boden tanzen lassen.

Plötzlich nehme ich eine Bewegung wahr: Helios, der Sonnengott, sitzt neben mir auf dem Hochsitz. Er hat eine muskulöse, mittelgroße Gestalt, eine blonde Löwenmähne und katzenhafte, lässige Bewegungen. In einen purpurroten Samtmantel gekleidet, sich seiner herrlichen Ausstrahlung offensichtlich bewusst, heißt er mich, den Baum wieder hinunterzuklettern und auf dem kleinen Weg, der an der Hecke entlangführt, langsam einmal den Garten zu durchschreiten.

Dieser Pfad bringt mich durch üppig blühende Rabatten. Ich bewundere die vielen, in allen nur denkbaren Gelbtönen blühenden Pflanzen. Es gibt hellgelbe Blüten, zitronengelbe, dottergelbe, dunkelgelbe bis hin zu orangegelben Blüten in unterschiedlichsten Formen. Sie alle leuchten hell in der Sonne.

Während ich so auf dem Pfad entlang schlendere, verändern sich, langsam und fließend, die Jahreszeiten. Es ist, als könnte ich bei diesem kurzen Gang einmal das ganze Jahr erleben. Während des Frühlings blühen auf den Beeten die ersten Frühjahrsblumen, Krokusse, Narzissen und gelber Gemswurz. Es liegt dieses Drängen in der Luft, was dem Frühling zueigen ist. Alles will wachsen und gedeihen. Zitronenfalter gaukeln durch die Luft. Die Sträucher entfalten ihre Blätter und auch bei ihnen blühen die Frühjahrsblüher, wie Forsythien, Ranunkelstrauch mit seinen kugeligen, dottergelben Blütenbällchen und Ginster mit sattgelben Schmetterlingsblüten.

Langsam wird es immer wärmer und dann ist der Sommer da. Die Vögel sind in der Mittagshitze verstummt, stattdessen erfüllt das Zirpen der Grillen die Luft. Eine Katze liegt schläfrig mitten auf dem Weg und sonnt sich. Auf den Beeten blühen Sommerblumen; ich sehe die Strahlenblüten von Sonnenbraut und Mädchenauge und die großen, wie kleine Sonnen anmutenden Blüten der Sonnenblumen.

Der Herbst kommt. Noch ist die Luft weich von der Fülle und Wärme des vergangenen Sommers, aber ich spüre schon, wie sie kühler und frischer wird. Ein leichter Nebel liegt über den Beeten, und von Tautropfen benetzte Spinnenweben hängen zwischen den Blättern der Pflanzen. Herbstastern und Sonnenhut, Goldrute und Kaiserkronen bilden jetzt sattgelbe Farbtupfer neben dem orangebraunen und roten Herbstlaub der Sträucher. Orange leuchtender Kürbis schimmert unter großen Blättern hervor.

Ich gehe weiter auf meinem Weg und jetzt beginnt es, nach Winter zu riechen. Das Licht wird klarer und härter. Die Luft fühlt sich frostig an auf meinen Wangen. Schnee bedeckt den Weg und die Beete, doch immer noch entdecke ich gelbe Blüten aus dieser Schneedecke hervor leuchten. Es sind der echte, gelbe Jasmin und die Lichtmesszaubernuss, die jetzt blühen. Auch die Winterlinge strecken ihre kleinen, gelben, kugeligen Blüten durch den Schnee. Hoch oben am Himmel kreist ein Raubvogel auf der Suche nach Nahrung in der Luft.

Während ich weiter dem Pfad folge, wird es wieder wärmer; der Schnee schmilzt zu kleinen Bächen, die durch den Garten rinnen. Es ist erneut Frühling, und ich bin zurück an meinem Ausgangspunkt, dort, wo ich auf den kleinen Pfad abgebogen bin. Ich freue mich sehr über dieses Geschenk des Helios; noch nie zuvor sind mir die unterschiedlichen Erscheinungen und Energien der Jahreszeiten so bewusst gewesen wie während der gerade erlebten, kleinen Zeitreise!


(aus: "Der astrologische Garten" von Annette Fechner, Chiron Verlag Tübingen 2004)

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mondgartenNeptungarten Entwurf Neptungarten, der als ein Wassergarten mit fließenden Übergängen gestaltet ist, durch den ein Sandweg führt. Die Wege im Uranosgarten verlaufen im Zick-Zack, geben plötzliche Richtungsänderungen vor. Sie sind aus hellgrauem Splitt gebaut, die Einfassungen bestehen aus blaugrauem Betonstein.Saturngarten: Durch schwer zu öffnende Eisentore gelangt man in einen formalen Garten, in dessen Mitte vier Buchen einen schattigen Raum bilden.Bestandteil des Jupitergartens ist ein zentraler, runder, durch Bäume gesäumter Platz, in dessen Mitte eine Feuersäule brennt.Gartenentwurf Plutogarten: ein von Efeu und Pfeifenwinde überwucherter, mit schmiedeeisernem Tor ausgestatteter  Garten.Entwurf CHIRONGARTEN : Durch einen Wüsten- und Felsengarten schlängelt sich ein schmaler, unbefestigter Pfad.Entwurf des Erdengarten:ein formaler Garten mit von Buchsbaum gesäumten Wegen.Der Sonnengarten hat breite wassergebundene Wege mit Einfassungen aus gelbem Granit- Kleinpflaster.Entwurf des Mondgarten: Ein Spiralweg, ein schmaler Rasenpfad, führt durch diesen Garten. Im Merkurgarten wachsen viele reichblühende, oft graulaubige Sträucher und Stauden, die Schmetterlinge, Bienen und Hummeln anziehen.Venusgarten - ein romantischer Garten in der Parkanlage PlanetenparkDer Marsgarten wird beherrscht von mächtigen Eichen.