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eine reise | teil sieben

Der Venusgarten

Durch einen offenen, von weißen Kletterrosen und rosafarbener Clematis überwogten Torbogen trete ich ein, um unmittelbar verzaubert innezuhalten. Ich stehe in einem von Blüten überschäumenden Garten. Durch dieses Blütenmeer führen helle Sandwege. Direkt vor mir liegt ein Beet, in dem viele verschiedene weiß- und rosa blühende Rosen und Stauden wachsen und ihren betörenden Duft verströmen.

Ich sehe die pludrigen Blüten von Nelken, Stockrosen mit ihren formvollendeten, weit geöffneten Blüten in weinrot und altrosa, Schleierkraut, und die weißen Schalenblüten der Anemonen. Ich pflücke mir eine Blume, stecke sie mir ins Haar und gehe dann auf einem der Wege in den Garten hinein, mitten durch die üppigen Blumenrabatten.

Nach einer Weile führt der Weg über einen kleinen Platz, der mit hellem Kies bestreut ist. Am Rande des Platzes, halb von einer hellrosafarbenen Clematis überwachsen, steht eine Skulptur. Sie stellt eine Tänzerin dar, eine mit einem Schleier tanzende Frau. Sie ist wunderschön und wirkt gleichzeitig sehr anmutig leicht und doch ganz mit der Erde verbunden.

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Als ich weitergehe verjüngt sich der Weg nach einer Weile, und ist schließlich nur noch ein schmaler Pfad. Die Blumenrabatten werden von einer Wiese abgelöst, über die dieser Pfad weiter verläuft. Der Boden fühlt sich ganz warm an unter meinen Fußsohlen. Während ich so gehe, lasse ich meinen Blick über die Wiese schweifen, die bedeckt ist von den rosafarbenen Blüten des Wiesenschaumkrauts und der Kuckuckslichtnelken. Und auch Wiesenkerbel überzieht sie wie ein zarter, weißer Schleier. Wie ein rosafarbenes Meer mit weißen Schaumkronen sieht sie aus. Und die Sonne scheint so warm und die Wiese sieht so einladend aus, dass ich mich für ein Weilchen ins hohe Gras lege. Ich schaue in den blauen Himmel, über den weiße Wattewolken segeln. Der Stand der Sonne zeigt den frühen Nachmittag an, eine Lerche steht in der Luft und trällert ihr Lied. Es ist sehr friedlich auf dieser Wiese.

Schließlich stehe ich, von einer unbestimmten Sehnsucht getrieben, wieder auf und gehe weiter. Der Wiesenpfad endet vor einem Fliederhain. Ich trete hinein in den lichten Schatten der Fliederbüsche. Der Boden ist hier mit feinem, weichen Rasen bedeckt, der üppig mit Blüten versehene Flieder erfüllt die Luft mit seinem Duft, ebenso die Maiglöckchen, die unter den Sträuchern wachsen.
Ich setze mich für eine Pause auf den weichen, warmen Boden, spüre das Gras unter mir und genieße den köstlichen Duft der Pflanzen.

Dabei entdecke ich ein kleines Tischchen, auf dem ein Tonkrug mit einem Getränk und ein Becher stehen. Nachdem ich etwas von dem köstlichen Nektar getrunken habe, trete ich aus dem lichten Schatten des Fliederhains wieder in den warmen Sonnenschein und laufe weiter, auf einem anderen schmalen Pfad quer über die Wiese. Das Gras und die Kräuter sind teilweise so hoch, dass meine Hände durch sie hindurch streichen.

Mitten auf der Wiese, in einiger Entfernung, stehen sechs Birken. Sie stehen im Kreis und bilden so in ihrer Mitte einen Platz, dem sie mit ihren Kronen ein lichtes Dach geben. Eine leichte Brise lässt sich die biegsamen Birken hin und her wiegen. Ihre Blätter tanzen in der Luft und werfen von Sonnenflecken durchbrochenen Schatten auf den Boden. Ich trete in den Birkenkreis hinein und dort höre ich plötzlich leise Musik tönen. Es sind eine arabische Flöte und Trommeln zu hören, die einen orientalischen Rhythmus spielen.

Dann sehe ich auf einmal eine Frau zwischen den Bäumen auftauchen: Es ist Aphrodite, die Göttin der Liebe und der Schönheit. Ihre hohe, schlanke Gestalt biegt sich gleich den Birken im Wind zum Takt der Musik. Ein wunderschönes, zartrosafarbenes Kostüm umschmeichelt ihren Körper, und mit Zimbeln in ihren feingliedrigen, wohlgeformten Händen lässt sie glockenhelle Töne die Musik untermalen. Sie tanzt anmutig und scheinbar mühelos und die Welt versinkt um mich herum, während ich ihrer harmonischen Choreographie meine volle Aufmerksamkeit schenke. Mit dem Verklingen der Musik entschwindet sie schließlich wieder zwischen den Stämmen der Birken. Zurück lässt sie einen ihrer zarten Schleier. Ich hebe ihn auf und lege ihn mir um die Schultern.


(aus: "Der astrologische Garten" von Annette Fechner, Chiron Verlag Tübingen 2004)


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mondgartenNeptungarten Entwurf Neptungarten, der als ein Wassergarten mit fließenden Übergängen gestaltet ist, durch den ein Sandweg führt. Die Wege im Uranosgarten verlaufen im Zick-Zack, geben plötzliche Richtungsänderungen vor. Sie sind aus hellgrauem Splitt gebaut, die Einfassungen bestehen aus blaugrauem Betonstein.Saturngarten: Durch schwer zu öffnende Eisentore gelangt man in einen formalen Garten, in dessen Mitte vier Buchen einen schattigen Raum bilden.Bestandteil des Jupitergartens ist ein zentraler, runder, durch Bäume gesäumter Platz, in dessen Mitte eine Feuersäule brennt.Gartenentwurf Plutogarten: ein von Efeu und Pfeifenwinde überwucherter, mit schmiedeeisernem Tor ausgestatteter  Garten.Entwurf CHIRONGARTEN : Durch einen Wüsten- und Felsengarten schlängelt sich ein schmaler, unbefestigter Pfad.Entwurf des Erdengarten:ein formaler Garten mit von Buchsbaum gesäumten Wegen.Der Sonnengarten hat breite wassergebundene Wege mit Einfassungen aus gelbem Granit- Kleinpflaster.Entwurf des Mondgarten: Ein Spiralweg, ein schmaler Rasenpfad, führt durch diesen Garten. Im Merkurgarten wachsen viele reichblühende, oft graulaubige Sträucher und Stauden, die Schmetterlinge, Bienen und Hummeln anziehen.Venusgarten - ein romantischer Garten in der Parkanlage PlanetenparkDer Marsgarten wird beherrscht von mächtigen Eichen.