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eine reise | teil acht

Der Plutogarten

Noch mit ihrer Musik im Ohr verlasse ich durch ein hohes, schmiedeeisernes Tor, dass in die Hecke eingelassen ist, den Garten der Aphrodite. Die Pfeiler dieses Tores bestehen aus massiven, dunklen Steinen. Obenauf liegt jeweils eine schwarze, schwere Eisenkugel. Beide Pfeiler sind halb überwuchert von Schlingknöterich, der teilweise sogar schon die Torflügel überwachsen hat.

Das Tor ist verschlossen. Ich lehne mich gegen den einen Torflügel, um ihn aufzudrücken. Und obwohl das Tor so schwer und unbeweglich aussieht, schwingt es wie von selbst weit auf. Ein leises Quietschen ertönt dabei. Ich gehe hindurch und stehe in einem dunklen, verwucherten Garten. Er ist so eingewachsen, dass ich ihn von meinem Platz aus nicht überschauen kann. Es gibt nur einen kleinen, schmalen Pfad, der von dem Eingang wegführt.

Ich laufe auf diesem Weg in den Garten hinein. Er ist etwas modrig und schlammig, und ich muss genau aufpassen, wohin ich trete. Ab und zu stehen größere Pfützen mitten auf dem Weg, der mich durch Dickichte führt, in denen Holunder wächst und Faulbaum, Traubenkirsche und Haselnuß.
Auch hier sind die Sträucher zum Teil überwuchert mit Schlingknöterich und den sparrigen Zweigen und graugrünen Blättern des Jelängerjelieber. Oft muss ich Zweigen und Ranken ausweichen, die weit in den Weg hineinreichen.

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Nach einer Weile taucht auf der linken Seite des Pfades ein hoher Felsen auf. Jäh und schroff steigt er nach oben an. Als ich nah heran gekommen bin, kann ich erkennen, dass er aus schwarzem Basalt besteht. Und als ich nach oben schaue, sehe ich hoch über mir eine Quelle im Stein. Das Wasser fällt als kleiner Wasserfall in ein Becken am Fuße des Felsens. Von dort läuft es als modriger Bach über meinen Pfad und verschwindet auf der anderen Seite im Dickicht.

Mich weiter durch den Urwald schlängelnd gelange ich bald in einen Erlenbruchwald. Die Erlenstämme stehen in sumpfigem Gelände, teilweise sogar in flachem Wasser. Unter den Bäumen wachsen Farne und Seggen. Über die überschwemmten Flächen führen glitschige Holzstege. Zeitweilig stößt der Weg wieder auf den kleinen Bach, der in seinem weiteren Verlauf durch eine sumpfige Senke geht. Seine Ufer sind von einem breiten, undurchdringlichen Schilfgürtel gesäumt.

Ich erkenne die dicken, dunkelgrün glänzenden Blätter der Sumpfdotterblume, die runden Halme der Binsen und die braunen, kolbenartigen Blütenstände des Rohrkolbens. Vom Wasser kommt in Wellen ein modriger Geruch herüber. Durch die dicht belaubten Erlen ist es sehr dunkel auf meinem Weg.
Einmal sehe ich, gerade noch rechtzeitig um ihr auszuweichen, eine kleine, dunkelgrüne Schlange hinüber gleiten.

Eine kleine Ewigkeit laufe und glitsche ich so weiter den Pfad entlang. Ich spüre, wie der schlammige Grund unter meinen bloßen Füßen zur Seite und zwischen den Zehen hervorquillt, wenn ich darauf trete. Der Nachmittagshimmel ist schon seit längerem mit dunklen, schweren Wolken bedeckt, aus denen ein stetiger Regen fällt.

Einmal komme ich an eine Stelle, wo der Weg dicht an den Bach führt. Der kleine Fluss wird hier immer breiter, bis er sich zu einem kleinen, modrigen Teich ausweitet. Das Wasser ist sehr dunkel. Ich folge dem schlüpfrigen Uferpfad und auch dieser weitet sich zu einem kleinen Platz. Anstelle der Erlen stehen hier hohe Pappeln.

17 Pappeln zähle ich, die ihre starken, nach oben gebogenen Äste, in den Wolken verhangenen Himmel strecken. Es sind Schwarz-Pappeln mit einer sehr dunklen, tief eingerissenen Rinde. Der Boden unter ihnen ist mit altem, halb verotteten Laub bedeckt, das unter meinen Füßen raschelt.
Ich atme den moderigen Geruch des Laubes ein. Während ich hier unter den großen Bäumen stehe, spüre ich ihre machtvolle Ausstrahlung. In der Ferne kläfft ein Hund.

Mit einem Mal nehme ich eine Bewegung neben mir wahr. Ich schaue mich um, und sehe eine dunkle Person zwischen den Stämmen auftauchen: Es ist Hades, der Gott der Unterwelt. Unter einem schwarzen, regenschweren Mantel zeichnet sich seine gedrungene Gestalt ab. Zwischen den dichten Augenbrauen hat sich eine tiefe Falte in die Stirn gegraben, und mit seinen dunklen Augen blickt er mich so eindringlich an, dass es mich unwillkürlich schaudern lässt. Trotzdem fühle ich unmittelbar Vertrauen und ich lasse mich mit Hades Hilfe in eine Hypnose versetzen. In diesem Zustand gelange ich in Schichten meines Bewusstseins, die mir im Alltag normalerweise verschlossen bleiben. Intensive Erfahrungen und Erkenntnisse werden mir hier zugänglich, und als ich aus meinem tranceähnlichen Zustand wieder auftauche, fühle ich mich ein wenig wie neugeboren. Es ist, als wäre etwas zusammengesetzt worden, wo vorher die Verbindung fehlte. Ich danke dem Gott der Unterwelt für diese heilsame Erfahrung und verabschiede mich von ihm.


(aus: "Der astrologische Garten" von Annette Fechner, Chiron Verlag Tübingen 2004)

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mondgartenNeptungarten Entwurf Neptungarten, der als ein Wassergarten mit fließenden Übergängen gestaltet ist, durch den ein Sandweg führt. Die Wege im Uranosgarten verlaufen im Zick-Zack, geben plötzliche Richtungsänderungen vor. Sie sind aus hellgrauem Splitt gebaut, die Einfassungen bestehen aus blaugrauem Betonstein.Saturngarten: Durch schwer zu öffnende Eisentore gelangt man in einen formalen Garten, in dessen Mitte vier Buchen einen schattigen Raum bilden.Bestandteil des Jupitergartens ist ein zentraler, runder, durch Bäume gesäumter Platz, in dessen Mitte eine Feuersäule brennt.Gartenentwurf Plutogarten: ein von Efeu und Pfeifenwinde überwucherter, mit schmiedeeisernem Tor ausgestatteter  Garten.Entwurf CHIRONGARTEN : Durch einen Wüsten- und Felsengarten schlängelt sich ein schmaler, unbefestigter Pfad.Entwurf des Erdengarten:ein formaler Garten mit von Buchsbaum gesäumten Wegen.Der Sonnengarten hat breite wassergebundene Wege mit Einfassungen aus gelbem Granit- Kleinpflaster.Entwurf des Mondgarten: Ein Spiralweg, ein schmaler Rasenpfad, führt durch diesen Garten. Im Merkurgarten wachsen viele reichblühende, oft graulaubige Sträucher und Stauden, die Schmetterlinge, Bienen und Hummeln anziehen.Venusgarten - ein romantischer Garten in der Parkanlage PlanetenparkDer Marsgarten wird beherrscht von mächtigen Eichen.