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eine reise | teil neun

Der Jupitergarten

Nach der Begegnung mit Hades schlittere ich noch eine kurze Weile weiter durch diesen verwunschenen Gartenteil, bis ich wieder zu einer Öffnung in der Eibenhecke komme. Gespannt biege ich um die Ecke ..... und stehe in einem überwältigenden Garten. Es ist eher ein weitläufiger, großzügig angelegter Park, in dem es viele, große Ahornbäume gibt. Sie stehen entlang der Wege und strecken ihre geraden, weit ausladenden Äste in alle Himmelsrichtungen. Ihr Laub ist schon herbstlich verfärbt und leuchtet in Orange- und Rottönen. Die sternförmig angelegten, breiten Wege führen alle in die Mitte des Parks zu einem großen Platz.

Es sind wassergebundene Wege aus einem leuchtend gelben Lehmsand, auf denen es sich sehr gut wandern läßt. Ihre Ränder sind mit gelben Granitsteinen eingefasst. Außer den Wegen und dem Platz gibt es großzügige Rasenflächen, so daß man überall in diesem Park laufen kann, in alle Richtungen, und immer auf dem kürzesten Weg, wenn man das will. Entlang der Wege stehen tiefgelb gestrichene Holzbänke.

Ich gehe auf dem Weg, der an der Heckenöffnung, durch die ich gekommen bin, beginnt, bis in die Mitte zu dem zentralen Platz. Dort steht eine Art Fackel; wie bei einem Bunsenbrenner kommt eine große, schmale, stetig nach oben zielende Flamme aus einem metallenen Rohr. Ich bleibe stehen, betrachte die Flamme und bewundere ihre verschiedenen Farben. Sie brennt sehr gleichmäßig und zeigt genau zum Zenit.

Aus meiner bewundernden Betrachtung holt mich eine Bewegung in meinem Augenwinkel. Ich wende mich um und sehe Zeus. Er ist von hoher, aufrechter Gestalt mit breitem Kreuz und schmalen Hüften. Seine Bewegungen sind schwungvoll und dynamisch, und auffallig sind auch die hohe Denkerstirn und die hellblauen Augen, die fast einen stechenden Blick haben.

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Zeus überreicht mir eine Fackel. Mit ihr soll ich bei jeder der Skulpturen, die es in diesem Park zu entdecken gibt, eine weitere Fackel anzünden. Und dann würde ich schon sehen! Also laufe ich quer über die Rasenfläche und mache mich auf die Suche nach den Skulpturen. Als ich einen der Wege kreuze, sehe ich, daß er bis zur Hecke, die den Park umfriedet, führt, und sich dort zu einem kleinen Platz erweitert. Und hier steht die erste Skulptur. Ich gehe zu ihr hin und betrachte sie. Sie stellt eine menschliche Figur dar, die in meinen Augen sehr fremdländisch aussieht. Als ich die vor ihr stehende Fackel mit der, die ich von Zeus bekommen habe, in Brand setze, und in ihre Flamme gucke, erlebe ich eine unglaubliche Zeit-Welt-Reise. Sie führt mich auf einen Markt in einem fernöstlichen Land, der in Booten auf dem Wasser stattfindet. Fülle und Farbenpracht der Waren sowie die leuchtend bunte Kleidung der Händler und Kunden fesseln meine Aufmerksamkeit und gerne würde ich stundenlang an diesem Ort verweilen. Aber schon ist die Flamme verloschen und ich befinde mich wieder in dem Park.

Die untergehende, tiefstehende Sonne lässt das verfärbte Laub der Bäume entflammen. Ich gehe über den Rasen an der Hecke entlang, bis ich auf ein Staudenbeet stosse, daß halbkreisförmig vor der Hecke angelegt ist. Hier wachsen prächtige Stauden mit auffallend großen Blüten. Ich sehe u.a. die leuchtend dunkelblauen, helmförmigen Blüten des Eisenhutes, die tiefgelben tellerförmigen Dolden der Schafgarbe und die schweren, gefüllten, bis auf den Boden hängenden dunkelroten Bälle der Pfingstrose.

Ich möchte immer nur weiterlaufen, verspüre den Drang, den ganzen Park zu erkunden. Ich stosse auf einen weiteren kleinen Platz. Auf diesem steht ebenfalls eine Skulptur. Es ist eine Holzschnitzerei, die einen Elefanten darstellt. Auch hier entzünde ich mit meiner Fackel diejenige, die vor dem Elefanten in den Boden gesteckt ist. Diesmal sehe ich in der Flamme eine afrikanische Steppenlandschaft, durch die mehrere Herden verschiedener Tierarten ziehen. Eine tiefe Sehnsucht überfällt mich, die Sehnsucht, einmal die Zeit und die Möglichkeit zu haben, die ganze Welt zu bereisen, in die entlegensten Winkel zu kommen, fremde Landschaften und Kulturen zu erkunden und sich überall zu Hause zu fühlen, ein Weltenbürger zu sein...

Noch immer habe ich nicht alle Teile des Parkes gesehen und es drängt mich weiterzugehen. Ich wandere eine Weile auf dem Weg, der von der Skulptur weg in Richtung Parkmitte führt. Ich geniesse es, unter den Bäumen zu laufen und schaue immer wieder in das in der Dämmerung orange und rot leuchtende Blätterdach. Bei einem dieser Blicke nach oben entdecke ich eine Eule in einem der Bäume sitzen. Sie sieht mich mit ihren großen, runden Augen wissend an.

Ein Teil des Rasens ist von den kleinen, azurblauen Blüten des Blausternchens übersäat. Sie stehen so dicht, daß man das Grün des Grases nicht mehr sehen kann, sie bilden ein einziges, blaues Blütenmeer. Nach einer Weile entdecke ich eine dritte Skulptur, am Ende eines anderen Stichweges. Sie besteht aus einer gossen grauen Steinsäule. Als ich die Fackel davor entzünde und in ihre Flamme schaue, befinde ich mich in dem Steinkreis von Stonehenge. Um mich herum sind viele andere Menschen und dann wird mir klar, dass ich nicht nur an einen anderen Ort, sondern auch in eine andere Zeit gereist bin. Es gibt Priester und Priesterinnen in langen Gewändern, die offenbar dabei sind, ein Ritual zu zelebrieren.

Auch diese Reise ist viel zu schnell zu Ende und ich befinde mich wieder in dem Ahornpark.

(aus: "Der astrologische Garten" von Annette Fechner, Chiron Verlag Tübingen 2004)

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mondgartenNeptungarten Entwurf Neptungarten, der als ein Wassergarten mit fließenden Übergängen gestaltet ist, durch den ein Sandweg führt. Die Wege im Uranosgarten verlaufen im Zick-Zack, geben plötzliche Richtungsänderungen vor. Sie sind aus hellgrauem Splitt gebaut, die Einfassungen bestehen aus blaugrauem Betonstein.Saturngarten: Durch schwer zu öffnende Eisentore gelangt man in einen formalen Garten, in dessen Mitte vier Buchen einen schattigen Raum bilden.Bestandteil des Jupitergartens ist ein zentraler, runder, durch Bäume gesäumter Platz, in dessen Mitte eine Feuersäule brennt.Gartenentwurf Plutogarten: ein von Efeu und Pfeifenwinde überwucherter, mit schmiedeeisernem Tor ausgestatteter  Garten.Entwurf CHIRONGARTEN : Durch einen Wüsten- und Felsengarten schlängelt sich ein schmaler, unbefestigter Pfad.Entwurf des Erdengarten:ein formaler Garten mit von Buchsbaum gesäumten Wegen.Der Sonnengarten hat breite wassergebundene Wege mit Einfassungen aus gelbem Granit- Kleinpflaster.Entwurf des Mondgarten: Ein Spiralweg, ein schmaler Rasenpfad, führt durch diesen Garten. Im Merkurgarten wachsen viele reichblühende, oft graulaubige Sträucher und Stauden, die Schmetterlinge, Bienen und Hummeln anziehen.Venusgarten - ein romantischer Garten in der Parkanlage PlanetenparkDer Marsgarten wird beherrscht von mächtigen Eichen.