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eine reise | teil zehn

Der Saturngarten

Von Zeus Reisen noch etwas aufgeregt, gelange ich an einen weiteren Durchlaß in der Eibenhecke. Er ist mit einem hohen Tor versehen, welches geschlossen ist. Die Torpfosten sind quadratisch und aus blauschwarzem Stein gemauert. Oben auf den Pfosten liegt jeweils ein anthrazitfarbener, metallischer Quader. Die Torflügel aus Metall sind sehr schlicht und dunkelblau gestrichen.

Ich drücke die Klinke herunter, aber das Tor ist verschlossen. Da sehe ich einen Schlüssel in dem großen Schloß stecken, und mit einiger Mühe drehe ich ihn herum. Dann schiebe ich, und ich brauche ziemlich viel Kraft dazu, den einen Torflügel auf und schlüpfe durch das Tor hindurch.

In der Mitte dieses Raumes stehen vier mächtige Buchen, die ihr Blätterdach über den ganzen Garten ausbreiten. Sie sind im Quadrat angeordnet, genauso wie auch der Garten einen quadratischen Grundriss hat. Der Mittelteil, in dem die Buchen stehen, ist abgesenkt; vier Stufen aus dunklem Stein führen hinunter. Mit einer Mauer aus demselben Stein wurde der Höhenunterschied aufgefangen.

Durch das Blätterdach der großen Bäume gibt es wenig Licht in diesem Garten. Dieses ruhige Dunkel bewirkt, dass meine Aufgeregtheit abklingt, mehr noch, eine stille Gelassenheit bemächtigt sich meiner.

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Ich mache ein paar vorsichtige Schritte auf dem sehr sorgfältig, ebenfalls aus blauschwarzem Stein gebauten Weg. Gleich hinter dem Tor stehen rechts und links von diesem Weg zwei hohe Säulen-Hainbuchen. Sie stehen hier wie zwei Wächter. Die Beete, die an der Außenhecke entlanglaufen, sind von niedrigen, sehr ebenmäßig geschnittenen Buchsbaumhecken eingefasst. Nach einigen Schritten sehe ich, daß der Weg einmal um den Senkgarten herumführt. Und durch den abgesenkten Teil verlaufen zwei gerade Wege, die sich in der Mitte, genau im Mittelpunkt zwischen den vier Buchen, kreuzen.

Ich entschliesse mich, zunächst den äußeren Weg zu erkunden, und wende mich nach rechts. Die Pflanzen, die in den mit Buchsbaum eingefassten Beeten wachsen, sind überwiegend immergrüne Pflanzen mit dunkelgrünen, glänzenden, teilweise ledrig wirkenden Blättern. Efeu und Immergrün bedecken den Boden mit ihren Ranken. Leuchtend violettblaues Leberblümchen und weißes Buschwindröschen scheinen sich im Schatten der Buchen sehr wohl zu fühlen. Auch verschiedene Farne sehe ich, Salomonsiegel, Funkien mit weißgrünen und gelbgrünen Blättern, und das Tafelblatt mit seinen großen, tellerförmigen Schmuckblättern.

Jeweils in den Ecken des Gartens stehen immergrüne, in Form geschnittene Sträucher: Eibe, Liguster, Ilex und Lebensbaum. Auf dem Weg stehen in regelmäßigen Abständen schlichte Bänke ohne Lehne, die alle dunkelblau gestrichen sind. Ich setze mich auf eine von ihnen, um ein wenig auszuruhen. Die Abendluft ist klar und etwas kühl, und ich geniesse es, meine Lungen mit tiefen Atemzügen mit der frischen und reinen Luft zu füllen.

Während ich so im Sitzen meine Blicke durch den Garten schweifen lasse, sehe ich mit einem Mal einen Raben in einer der Buchen sitzen. Er sitzt ganz ruhig, und scheint genau wie ich die Stille und die klare Luft zu genießen. Schließlich stehe ich wieder auf, um meinen Rundgang fortzusetzen. Langsam wandel ich auf dem Weg weiter. Nachdem ich den Garten zu dreiviertel umrundet habe, gehe ich in den Senkgarten hinunter. Vorsichtig steige ich die vier Stufen nach unten und stehe unter den Buchen; hier scheint es noch stiller zu sein, als im oberen Teil des Gartens. Ich gehe, sehr, sehr langsam bis zur Mitte. Der Weg ist mit scharfkantigem Splitt bestreut, ich merke die kleinen Steinchen unter meinen Fusssohlen.

In der Mitte unter den Buchen gibt es einen kleinen, quadratischen Platz. Ich bleibe hier stehen und schaue nach oben in das Blätterdach hinauf. Es ist so dicht, daß man kein Stück vom Himmel sehen kann. Aber nachdem ich eine Weile hinaufgeschaut habe, sehe ich die vielen kleinen Lebewesen, die in diesen Bäumen wohnen: Insekten und Spinnen, kleine Vögel wie Buchfinken, Meisen und Kleiber, die am Stamm entlanglaufen, und auch ein rot-schwarzer Specht ist da.

Mit einemal habe ich das Gefühl, beobachtet zu werden. Ich drehe meinen Kopf in die Richtung, aus der dieser Eindruck kommt, und da sehe ich eine Gestalt an einem der Baumstämme lehnen. Es ist Kronos. Seinen grossen, sehnig-knochigen Körper hält er kerzengerade und blickt streng von oben auf mich herab. Die gerade Nase und die kantigen Gesichtszüge geben seinem Ausdruck etwas sehr Klares und Geradliniges, sein Haar ist sorgsam frisiert und die Kleidung sitzt perfekt. In seiner linken Hand hält er ein Buch mit festem Einband. Mit einem Kurzen Lächeln überreicht er es mir und im nächsten Moment ist er auch schon verschwunden. Ein Blick auf den Titel zeigt mir, dass es sich um ein Yoga-Lehrbuch handelt. Woher wusste Kronos von meinem Entschluss, mich bald mit Yoga vertraut zu machen?


(aus: "Der astrologische Garten" von Annette Fechner, Chiron Verlag Tübingen 2004)


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mondgartenNeptungarten Entwurf Neptungarten, der als ein Wassergarten mit fließenden Übergängen gestaltet ist, durch den ein Sandweg führt. Die Wege im Uranosgarten verlaufen im Zick-Zack, geben plötzliche Richtungsänderungen vor. Sie sind aus hellgrauem Splitt gebaut, die Einfassungen bestehen aus blaugrauem Betonstein.Saturngarten: Durch schwer zu öffnende Eisentore gelangt man in einen formalen Garten, in dessen Mitte vier Buchen einen schattigen Raum bilden.Bestandteil des Jupitergartens ist ein zentraler, runder, durch Bäume gesäumter Platz, in dessen Mitte eine Feuersäule brennt.Gartenentwurf Plutogarten: ein von Efeu und Pfeifenwinde überwucherter, mit schmiedeeisernem Tor ausgestatteter  Garten.Entwurf CHIRONGARTEN : Durch einen Wüsten- und Felsengarten schlängelt sich ein schmaler, unbefestigter Pfad.Entwurf des Erdengarten:ein formaler Garten mit von Buchsbaum gesäumten Wegen.Der Sonnengarten hat breite wassergebundene Wege mit Einfassungen aus gelbem Granit- Kleinpflaster.Entwurf des Mondgarten: Ein Spiralweg, ein schmaler Rasenpfad, führt durch diesen Garten. Im Merkurgarten wachsen viele reichblühende, oft graulaubige Sträucher und Stauden, die Schmetterlinge, Bienen und Hummeln anziehen.Venusgarten - ein romantischer Garten in der Parkanlage PlanetenparkDer Marsgarten wird beherrscht von mächtigen Eichen.