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eine reise | teil zwölf

Der Neptungarten

Noch ganz inspiriert aufgrund der Erfahrung im Uranosgarten finde ich den Durchlass in der Eibenhecke, der mich in den letzten Gartenteil bringt. Ich gehe hindurch und stehe in einer Art Wasserpark. Der größte Teil der Fläche wird von einem See eingenommen. Es gibt keine scharfen Abgrenzungen hier, alles geht fließend ineinander über. Die offene Wasserfläche verschmilzt mit einer Schilfzone, aus der die violetten Blüten der Sumpfiris und die rosafarbenen Dolden der Blumenbinse herüberleuchten. Die Schilfzone geht über in eine Uferzone, in der Chinaschilf und Silberfahnengras wachsen. Auch die pludrigen rosa Blütenstände des Mädesüß, die lilarosafarbenen des Weiderich und die großen, weichen, hellgrünen Blätter des Schildblatt tauchen aus dem Grün der Blätter auf.

Von dem Eingang aus, wo ich stehe, beginnt ein schmaler Sandweg. Er führt erst ein Stückchen in Richtung See, dann gabelt er sich und läuft links und rechts am See entlang. Bei der Gabelung wende ich mich intuitiv nach rechts, so dass der See bei meiner Wanderung auf meiner linken Seite liegt. Ich spüre den warmen, weichen Sand unter meinen Fussohlen. Der Sand ist sehr fein und weiß, und ab und zu sehe ich auch ein paar kleine Muscheln. Bei jedem Schritt rutscht er unter meinen Füßen weg, so daß ich nur sehr langsam vorankomme.

Links von mir liegt der See, und auf meiner rechten Seite gibt es ein dichtes Weidengebüsch. Der Sandweg schlängelt sich und führt ab und zu ein Stück in das Gebüsch hinein. Dann wieder läuft er sehr dicht am See entlang und an manchen Stellen ist der Schilfgürtel so schmal, daß ich ungehindert auf die Wasseroberfläche gucken kann. Nachdem ich eine Weile gelaufen bin, komme ich zu einem Baumhain aus Zitter-Pappeln. Der Boden ist in seinem Inneren ebenfalls mit weichem, feinen Sand bedeckt. In einem der unteren Zweige eines Baumes hängen mehrere Klangspiele. Durch den leichten Wind werden sie bewegt und lassen eine schöne, überirdisch klingende Melodie ertönen.

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Ich setze mich in den Sand, lehne mich mit dem Rücken an einen der Bäume und lausche der Musik. Nach einer Weile höre ich, daß auch die Bäume Musik machen; ihre meergrünen, kleinen Blätter vibrieren bei dem schwächsten Lufthauch und geben ein leises Rauschen von sich. Während ich so sitze und lausche, lasse ich Sand durch meine Finger rieseln und einfach so die Zeit vergehen.

Dann, es kommt mir vor, als hätte ich eine Ewigkeit so gesessen, stehe ich wieder auf und trete auf der anderen Seite aus dem Pappelhain hinaus. Der schmale Sandweg führt hier weiter. Ich höre glucksend kleine Wellen ans Ufer schlagen. Ein leichter Wind kräuselt die Wasseroberfläche. Einmal steht, ganz dicht an meinem Weg, ein Graureiher im seichten Wasser. Als ich an ihm vorbeikomme, fliegt er auf und ans andere Ufer hinüber. Blau und grün schimmernde Libellen stehen über dem See.

Der Weg gabelt sich erneut. Ein Teil führt weiter am See entlang, ein anderer schmaler Pfad führt in das Weidengebüsch hinein. Nun folge ich dem, der vom See wegführt, und laufe eine Zeitlang durch die Büsche. Nach vielen Windungen endet der Weg auf einer kleinen Lichtung. Der Boden ist hier mit dichtem, feinem Gras bewachsen. In der Mitte der Lichtung steht ein Tipi, ein Zelt, gebaut aus dicken Bambusstangen und Tüchern. Die Stoffe sind rosafarben und türkis, und sie sind mit feinen Silberfäden bestickt. An einer Stelle bilden die zurückgeschlagenen Tücher einen Eingang. Ich bücke mich und gehe in das Zeltinnere, wo der Boden mit dicken Teppichen ausgelegt ist. Dort, wo die Bambusstangen oben zusammengebunden sind, gibt es eine Öffnung, durch die man in den Himmel gucken kann. Ich lege mich auf den Rücken und schaue eine Weile in die ziehenden Wolken.

Schließlich stehe ich wieder auf, gehe aus dem Tipi heraus und den gleichen Weg zurück, den ich gekommen bin. Mittlerweile ist die Sonne unter- und der Mond aufgegangen. Es ist Vollmond und die silbrigen Strahlen erleuchten hell den kleinen Pfad. Wieder am Seeufer angekommen, gehe ich weiter linksherum am See entlang. Nach einer Weile komme ich an eine Stelle, von der aus man über Trittsteine auf die kleine Insel gelangen kann. Ich hüpfe von Stein zu Stein, wobei ich ziemlich aufpassen muss, weil sie mit Algen bewachsen und sehr rutschig sind. Auf der Insel angekommen suche ich mir ein schönes Plätzchen am Ufer, wo ich mich niederlasse und auf die Wasserfläche schaue.

Das Mondlicht glitzert auf kleinen Wellen. Bis auf die Geräusche des Wassers ist es ganz still hier. Nach einer Weile bemerke ich einen leichten Nebel auf dem Wasser. Er wird immer dichter und dichter, und bald ist er so dicht, daß ich das andere Ufer nicht mehr erkennen kann. Dann taucht, direkt vor mir, eine Gestalt aus dem Nebel auf: Es ist Poseidon, der Gott der Meere. Mit einer sachten Handbewegung legt er mir Nebel auf die Augen und versetzt mich in einen tiefen, traumreichen Schlaf.


Ich erwache in der Hängematte, die in meinem Garten zwischen zwei Linden hängt. Die Morgensonne scheint mir ins Gesicht, vom Haus weht der Duft von frisch gebrühtem Kaffee herüber und meine weisse Katze liegt auf der Bank an der Hecke. Kurz schaut sie zu mir herüber und es kommt mir vor, als würde sie mir zublinzeln. Neben mir auf einem Stuhl liegen das Yogabuch, der Schleier und das Kuhhorn.


(aus: "Der astrologische Garten" von Annette Fechner, Chiron Verlag Tübingen 2004)


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mondgartenNeptungarten Entwurf Neptungarten, der als ein Wassergarten mit fließenden Übergängen gestaltet ist, durch den ein Sandweg führt. Die Wege im Uranosgarten verlaufen im Zick-Zack, geben plötzliche Richtungsänderungen vor. Sie sind aus hellgrauem Splitt gebaut, die Einfassungen bestehen aus blaugrauem Betonstein.Saturngarten: Durch schwer zu öffnende Eisentore gelangt man in einen formalen Garten, in dessen Mitte vier Buchen einen schattigen Raum bilden.Bestandteil des Jupitergartens ist ein zentraler, runder, durch Bäume gesäumter Platz, in dessen Mitte eine Feuersäule brennt.Gartenentwurf Plutogarten: ein von Efeu und Pfeifenwinde überwucherter, mit schmiedeeisernem Tor ausgestatteter  Garten.Entwurf CHIRONGARTEN : Durch einen Wüsten- und Felsengarten schlängelt sich ein schmaler, unbefestigter Pfad.Entwurf des Erdengarten:ein formaler Garten mit von Buchsbaum gesäumten Wegen.Der Sonnengarten hat breite wassergebundene Wege mit Einfassungen aus gelbem Granit- Kleinpflaster.Entwurf des Mondgarten: Ein Spiralweg, ein schmaler Rasenpfad, führt durch diesen Garten. Im Merkurgarten wachsen viele reichblühende, oft graulaubige Sträucher und Stauden, die Schmetterlinge, Bienen und Hummeln anziehen.Venusgarten - ein romantischer Garten in der Parkanlage PlanetenparkDer Marsgarten wird beherrscht von mächtigen Eichen.